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Doppeltür
2007
Die hier gezeigte Arbeit ist einem Ort gewidmet, der zwar eine elementare
Funktion hat, aber als autonomer Raum im regulären Betrieb keine
Beachtung findet: der Raum zwischen der Doppeltür, die den Flur
mit dem Ausstellungsraum verbindet.
Die beiden großen Flügel der Doppeltür sind mit einer
Stange verbunden, so dass sie immer in einem rechten Winkel zueinander
stehen. Wird eine Tür geöffnet, schließt sich automatisch
die andere. Durch die festgestellten kleineren Türflügel entsteht
so ein betretbarer Zwischenraum innerhalb des Türrahmens, der durch
das dort angebrachte Neonlicht zusätzlich an Eigenwert gewinnt.
Jeder Besucher, der vom Flur in die Ausstellung gelangen möchte
oder umgekehrt, muss diese Schleuse einzeln passieren. Das gewohnte
Überschreiten der Türschwelle wird verlangsamt.
An den Innenseiten der großen Türflügel sind Spiegel
angebracht. Durch sie wird der Betrachter beim Öffnen einer der
Türen mit seinem eigenen Spiegelbild im Werk konfrontiert. Zugleich
wird jeweils der Raum, der gerade verlassen wird, im Spiegel aufgefangen
und auf den Ausstellungsbesucher zurückprojiziert.
Dem Betrachter, der auf die Tür zutritt bzw. in die Doppeltür
eintritt, wird seine momentane Präsenz im Ausstellungsraum vor
Augen geführt. Im dem Moment, in dem er Teil des Kunstwerks wird,
wird sich der Betrachter über die äußere Wahrnehmung
seiner selbst bewusst.
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